Startseite Teams 1. Herren Spielberichte 1. Herren vs. Schandelah

Saison '11/'12 BOL-H

Trainer 1. Herren

Torben Schrader
-Kontakt-

Trainingszeiten 1. Herren

Dienstag20:30 - 22:00
Sporthalle THG
Donnerstag
20:00 - 22:00
Sporthalle Weende
Geschrieben von: Max Muth   
Dienstag, den 21. September 2010 um 17:12 Uhr

And my heart goes...

... „Schandelalalah“ so oder so ähnlich grölten sich einige Spieler der ersten Herren in den frühen Sonntagmorgen Stunden durch eine 90er Party im schönen Göttingen. Der erste Spieltag der Oberligasaison 2010/11 lag hinter dem Team und in heimischer Halle bat man den Aufsteiger MTV Schandelah-Gardessen zum Stelldichein. Die fundiert informierte südniedersächsiche Basketball-Welt war ... sich der Rollenverteilung vor dem Spiel einig, den die Randstädter Rumpftruppe aus Göttingen steht noch immer ohne Trainer da, wie aus einschlägigen Quellen zu vernehmen war. Darüber hinaus waren die personellen Lücken im Kader der letzten Saison nur mit Spielern von Geismar 05 aus der Bezirksoberliga zu komplettieren gewesen. Jener Liga, die der Gast aus dem Braunschweiger Land letztes Jahr so dominierte. Da heutzutage auch in eher agrikulturell geprägten Regionen das Internet uneingeschränkt zur Verfügung steht, dürften die Gäste um ihre Favoritenrolle im Bilde gewesen sein. Es ist ungewiss, ob das auch der Grund war, nur mit acht Spielern anzutreten, aber aufgrund von noch andauernden Verletzungssorgen und der Reisefreiheit in den Semesterferien konnten auch Weende nur mit neun Spielern antreten. Einer jener Verletzten nahm aber ebenfalls auf der Bank Platz, um sich als Coach zu versuchen.

Das Spiel selber gestaltete sich von Anfang an fulminant auf beiden Seiten, denn beide Teams konnten ihre Offense gekonnt in Szene setzen. Auf der Seite der Weender waren das zum einen gute Aktionen von Pointguard Alex „last man standing“ Puls, die einerseits zu Punkten, anderseits zu einem guten Setplay führten. Auf der anderen Seite des Courts war es vor allem das Trio um Arne Beyer, Philipp Richter und Markus Wohlan, deren Würfe einfach immer wieder ihr Ziel zu finden schienen. Das erste Viertel endete demnach ausgeglichen mit 26:25. Letzte Saison eher noch ein Halbzeitstand für die nicht immer so treffsicheren Weender.

Im zweiten Viertel klappten das bereits erwähnte Setplay und die so ganz alleine und ohne Trainer eingeübten Systeme immer besser, so dass vor allem der Größenvorteil ausgenutzt werden konnte. Fast brüderlich teilten sich hier Alex Schlüter und die beiden Oberathleten Karasch und Karasch die Punkteausbeute mit jeweils 14 Zählern im Spiel. Das eben erwähnte Trio der Gegner traf allerdings ebenfalls munter weiter. Durch eine Auszeit des Interimscoach und Neujustierung der Defense bekam man die Jungs aber in den Griff und konnte sich zur Halbzeit auf 12 Punkte absetzen. Im dritten Viertel blühte nun Nico Giessler mit seinen Dreiern auf, was zu einer zwischenzeitlichen 18 Punkte Führung führte, die Schandelah auf 14 zu Viertelende verkürzen konnte.

Richtig spannend wurde es nochmal im letzten Viertel, denn die Gäste warfen nun alles in eine Waagschale und versuchten ihr Heil im Run 'n Gun zu finden. In Person von Philipp Richter gelang dies auch des öfteren. Bedingt durch eine eher unkonsequente Wechselpolitik im kritischen Spielabschnitt und den schwindenden Kräften fünf Akteure auf dem Feld, schmolz der Vorsprung bis auf sechs Zähler zwei Minuten vor Ende dahin. Wieder traf Nico Giessler einen wichtigen Dreier und kombiniert mit dem Kampfgeist des ganzen Spiels konnte der Vorsprung gehalten werden und Weende lag sich in den Armen. Der Dank geht an den Aufsteiger aus Schandelah für ein schön anzusehendes Spiel aus richtig gutem Basketball. Aus ihren Reihen kommt auch der Topscorer des Spiels, Markus Wohlan mit 36 Punkten, der noch einigen Mannschaften diese Saison Kopfzerbrechen bereiten wird. Generell wird das ganze Team noch für Wirbel sorgen, eine Freiwurfquote von 26/30 beispielsweise schafft auch nicht jeder.

Positiv auf Seiten der Heimmannschaft bleibt noch zu erwähnen, dass die Neueinkäufe gut in das Team integriert wurden und bis auf das letzte Viertel kein Bruch im Weender Spiel zu erkennen war, unabhängig davon, wer auf dem Feld stand. Sollten die Weender diese Leistung wieder abrufen können, könnten sich noch einige Spiele vielleicht ein wenig anders gestalten, als vorher angenommen.

Es spielten: Gießler (22), Grüner, Hausmann (5), Karasch und Karasch (14+14=28), Müller (3), Puls (20), Schlüter (14) und Sieling (4).
Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 22. September 2010 um 08:38 Uhr
 

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